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Musik für Fürst Esterházy und den König von Neapel


Musik für Fürst Esterházy und den König von Neapel
6 Scherzandi | 7 Barytonoktette | 5 Lirakonzerte | 8 Nocturni von Joseph Haydn
    • Scherzando No. 2 in C major Hob. II:34
  1. Allegro 2'11
  2. Menuet 3'07
  3. Adagio 2'47
  4. Finale. Presto 0'40
    • Scherzando No. 1 in F major Hob. II:33
  5. Allegro molto 0'59
  6. Menuet 2'24
  7. Adagio 2'48
  8. Finale. Presto 0'43
    • Scherzando No. 3 in D major Hob. II:35
  9. Allegro 1'07
  10. Menuet 3'53
  11. Adagio 3'14
  12. Finale. Presto 0'45
    • Scherzando No. 4 in G major Hob. II:36
  13. Allegro 1'29
  14. Menuet 3'18
  15. Adagio 3'56
  16. Finale. Presto 0'38
    • Scherzando No. 5 in E major Hob. II:37
  17. Allegro 2'11
  18. Menuet 2'55
  19. Adagio 2'39
  20. Finale. Presto 0'32
    • Scherzando No. 6 in A major Hob. II:38
  21. Allegro 2'07
  22. Menuet 2'38
  23. Adagio 2'52
  24. Finale. Presto 1'07
    • Divertimento in D major Hob. X:2
  25. Allegro moderato 5'21
  26. Adagio 5'06
  27. Finale. Allegro 7'08
    • Baryton Octet in G major Hob. X:5
  28. Adagio 6'32
  29. Allegro 4'55
  30. Finale. Presto 2'49
    • Divertimento in A major Hob. X:3
  31. Adagio 6'19
  32. Allegro 4'19
  33. Finale. Allegretto 5'45
    • Divertimento [`Quintet´] in D major Hob. X:10
  34. Adagio 6'02
  35. Allegro 4'11
  36. Menuetto 3'19
    • Baryton Octet in G major Hob. X:4
  37. Moderato 7'03
  38. Adagio 6'25
  39. Finale. Tempo di Menuet 4'20
    • Divertimento in D major Hob. X:1
  40. Allegro moderato 5'37
  41. Adagio 6'09
  42. Finale. Presto 3'57
    • Divertimento in A major Hob. X:6
  43. Moderato 5'18
  44. Adagio 4'09
  45. Finale. Allegro 3'40
    • Divertimento in G major Hob. X:12
  46. Moderato 4'47
  47. Adagio 5'12
  48. Finale. Presto 2'49
    • Concerto No. 2 in G major Hob. VIIh:2
  49. Vivace assai 5'16
  50. Adagio ma non troppo 3'05
  51. Rondo. Presto 3'37
    • Concerto No. 5 in F major Hob. VIIh:5
  52. Allegro 4'30
  53. Andante 3'56
  54. Finale. Vivace 2'44
    • Concerto No. 1 in C major Hob. VIIh:1
  55. Allegro con spirito 4'10
  56. Andante 3'30
  57. Finale. Allegro con spirito - Adagio - Tempo I 4'34
    • Concerto No. 3 in G major Hob. VIIh:3
  58. Allegro con spirito 5'07
  59. Romance. Allegretto 3'28
  60. Finale. Allegro 4'16
    • Concerto No. 4 in F major Hob. VIIh:4
  61. Allegro 4'50
  62. Andante 4'44
  63. Finale. Presto 3'38
    • Notturno No. 1 in C major Hob. II:25
  64. Marcia 2'33
  65. Allegro 5'12
  66. Adagio 3'29
  67. Finale. Presto 3'45
    • Notturno No. 2 in F major Hob. II:26
  68. Adagio - Allegro spiritoso 5'39
  69. Adagio 2'57
  70. Finale. Allegro con brio 2'05
    • Notturno No. 3 in C major Hob. II:32
  71. Allegro moderato 6'16
  72. Andante 4'01
  73. Finale. Molto vivace 2'01
    • Notturno No. 4 in C major Hob. II:31
  74. Allegro 4'52
  75. Adagio 2'48
  76. Finale. Presto 4'03
    • Notturno No. 5 in C major Hob. II:29
  77. Allegro 4'09
  78. Andante 2'26
  79. Finale. Fuga: Allegro moderato 1'54
    • Notturno No. 6 in G major Hob. II:30
  80. Presto 4'45
  81. Andante 3'17
    • Notturno No. 7 in F major Hob. II:28
  82. Allegro moderato 7'12
  83. Adagio 4'26
  84. Finale. Presto 5'12
    • Notturno No. 8 in G major Hob. II:27
  85. Largo - Allegro 7'06
  86. Adagio 4'03
  87. Finale. Vivace assai 4'20


  • Manfred Huss, Dirigent
  • Haydn Sinfonietta Wien

  • BIS Records
  • BIS-CD-1796-98
Scherzandi
Als Joseph Haydn, knapp 29-jährig, seine Scherzandi komponierte, war eran einem Wendepunkt in seinem Leben angelangt: am 26. November 1760 heiratete er Maria Anna Keller in Wiener Stephansdom und am 1. Mai 1761 unterschrieb er seinen Anstellungsvertrag als „Vice-Kapellmeister“ im Dienste von Paul Anton I. Fürst Esterházy. Beide Verträge sollten lebenslänglich halten, jedenfalls der Form nach.

Die Scherzandi sind eine Gruppe von sechs tonartlich aufeinander abgestimmten Werken, deren inhaltliche Zusammengehörigkeit bestechend ist, weshalb sie auch durchaus als Zyklus aufgeführt werden sollten. Alle sechs Werke unterliegen derselben vierteiligen Satzfolge (Allegro - Menuett - Adagio - Presto), die für die Entstehungszeit durchaus nicht selbstverständlich war. Auffällig ist das Fehlen der Viola, was damals normalerweise nur in der Kirchenmusik und der Tanzmusik vorkam. Herausragend sind die Scherzandi aber auch, weil sie sich durch ihre ungewöhnliche Konzeption von allen vergleichbaren Werken abheben: das musikalische Material, die Motive und Themen werden in der kürzest möglichen Form, so konzentriert möglich verarbeitet, ohne dabei auf wesentliche Formteile der einzelnen Sätze zu verzichten.

Oktette
Haydns sieben Divertimenti a otto voci, die Barytonoktette aus dem Jahre 1775, zählen zu den ungewöhnlichsten Werken überhaupt. Haydn schrieb sie für die private Kammermusik des Fürsten Nikolaus I. Esterházy, für Aufführungen, die vielleicht kein anderes Publikum hatte als jenes der Musizierenden selbst: in ihrer Mitte der Fürst, primus inter pares, der das Baryton spiele.

Die Oktette sind höchst anspruchsvolle Kunst-Musik, sowohl technisch als auch inhaltlich, geistvolle Unterhaltung für Kenner im Gegensatz zu aktustischer Untermalung von Gesellschaften, wofür damals das meister komponiert wurde. Diese fürstliche Musik hätte auch außerhalb der Esterházyschen Schlösser kaum andere Ausführende gefunden, denn selbst wenn es ein Baryton gab, so waren „normale“ Hornisten keinesfalls in der Lage zu spielen, was gefordert wird.

Lirakonzerte & Notturni
Große Feste am kaiserlichen Hof riefen Fürst Nikolaus immer wieder nach Wien. Haydn und die Kapelle nahm er meist mit, damit sie in seinem Palais in der Wallnerstraße, gleich neben der Hofburg, auftreten konnte. Bei solchen Gelegenheiten lernte Haydn so manch bedeutenden Zeitgenossen persönlich kennen, so auch König Ferdinand IV. von Neapel: am 19. September 1790.

König Ferdinand höchstpersönlich spielte die „lira organizzata“, eine Weiterentwicklung der Drehleier, eines in Neapel schon immer populären Instruments. Kein Exemplar dieses vom österreichischen Legationssekretär Norbert Hadrava speziell für den König entwickelten Instruments ist erhalten geblieben. Haydns Werke für den König waren stets für zwei solcher Liren komponiert, von denen die erste (jetzt Flöte) vom König und die zweite (jetzt Oboe) vom Hadrava gespielt wurde.

Haydns Notturni für den König von Neapel sind -ähnlich wie die Lirakonzerte - Werke für zwei Solisten (ursprünglich die Liren), kammermusikalisch begleitet von einem aus Bläsern und Streichern besetzten Kammerensemble. Im Unterschied zu den Lirakonzerten variiert Haydn aber die Instrumentation der Notturni. Dadurch entstehen besonders reizvolle Unterschiede in der klanglichen Färbung, die den Charakter jedes einzelnen Notturno prägen.

Manfred Huss
aus dem CD-Booklet zitiert

Auszeichnungen


Pizzicato
Supersonic Pizzicato

"Mit Manfred Huss und seinen Musikern haben wir die idealen Interpreten für diese Werke. [...] Es ist erstaunlich, mit wie viel Liebe und Engagement Manfred Huss diese musikalischen Perlen ins rechte Licht zu rücken vermag. [...] Lustvoll und feurig geht man da zur Sache, behält aber immer ein Augenmerk auf das Detail. Virtuose Kapriolen bleiben geschmackvoll und stehen im Dienste der Musik, nicht der Interpreten [...] Das exzellente Barockensemble kann es mit jedem anderen Orchester dieser Art bedenkenlos aufnehmen."
Steff
Mai 2009


Gramophone

"With detailed notes from Huss and vivid, natural recorded sound, this superbudget-price compilation of recordings from the 1990s makes an attractive, offbeat contribution to the 2009 Haydn junketings. [...] The faster movements combine rhythmic verve, carefully judged instrumental balance and an infectious sense of enjoyment [...] Allegros are cheerful and compact, enlivened by some spectacular horn antics at both extremes of their compass. Most memorable, though, are the eloquent, often surprisingly intense Adagios. Again the playing is crisp and spirited, with the superb horn-players."
Richard Wigmore
Oktober 2009


Classics Today France
Artistique 10/10 Technique

"Fabuleux apport à l'année Haydn, que ce disque de bijoux originaux. [...] La somme de ces "étrangetés" une fois réunies et mises en perspectives valent plus que les CD isolés. On a vraiment ici, introduit par une parfaite notice écrite par le chef, un parfait coffret du plus charmant et méconnu "Haydn hors des sentiers battus" [...] Les musiciens du Haydn Sinfonietta trouvent dans ces œuvres une couleur agreste très pertinente et les jouent avec un enthousiasme communicatif."
Christophe Huss
September 2009