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"Haffner-Serenade" KV 250


Wolfgang Amadeus Mozart
    • Haffner-Serenade KV 250
  1. Marsch: Maestoso 2'00
  2. Allegro maestoso - Allegro molto 7'23
  3. Andante 7'15
  4. Menuetto 4'20
  5. Rondeau 8'59
  6. Menuetto galante 7'28
  7. Andante 7'03
  8. Menuetto 4'45
  9. Adagio - Allegro assai 5'10


  • Manfred Huss, Dirigent
  • Haydn Sinfonietta Wien

  • ADV
  • A 8908-C
Als erstes großes orchestrales werk mit bedeutendem Umfang war diese Serenade eine Art piece d'occasion, wie uns schon der titel am Manuskript des Autographen mitteilt: „Serenata per lo sposalitio del Sgr. Spath colla Sgra. Elisabetta Haffner del Sgr. Caval: Amadeo Wolfg. Mozart“.

Als Mozart diese Werk als Symphonie für Wien verwenden wollte, wurde das Entstehungsdatum ausradiert, da er vor den hier ansässigen Kopisten zu verbergen trachtete, dass es bereits im Juli 1776 geschrieben worden und somit kein neuentstandenes Werk war (So auch geschen, z.B. mit den Symphonien K. 183, 200, 201 etc.).

Da Mozart Orchesterwerke für seine Wiener Subskriptionskonzerte benötige, bat er seine Vater, einige Pakete mit Autographien von Serenaden oder Symphonien zu schicken. Er änderte dann nicht nur die Entstehungsdaten, sondern machte auch Änderungen, ja er fügte gelegentlich sogar neuen Instrumente hinzu. Nachdem die Manuskripte eingelangt waren, machte er aus drei Salzburger Serenaden mit voller Orchesterbesetzung (K. 204, 205 und die große „Posthorn-Serenade“) drei „neue“ Symphonien, indem er die Werke durch das Weglassen von Sätzen kürzte.

Im Falle der Haffner-Serenade komponierte Mozart das Trio des „Menuetto Galante“ völlig neu und fügte in den verbliebenen fünf Sätzen eigenhändig Paukenstimmen hinzu (die Manfred Huss in dieser Aufnahme spielen lässt), was jene Sätzen zusätzlich etwas majestätisches verleiht.

Und es war außenordentliche Musik - voller Wärme und Leidenschaft (besonders wenn man sein Augenmerk auf eindringliche und erhabene, langsame Einleitung zum letzten Satz legt), aber auch voller Zärtlichkeit, Witz und reiner Schönheit. Es ist ein bewegendes Gefühl, wenn man sich die Uraufführung dieses Werkes vorstellt, in einem Salzburger Garten unter sternenklarem Himmel, zwischen den gewaltigen, etwas bedrohlich wirkenden Anhöhen rund um die Stadt. Zusammen mit den Kerzen und Fakeln muss es wohl wie ein Gemälde von Georges de la Tour ausgesehen haben.

H C Robbins Landon
aus dem CD-Booklet zitiert