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Divertimenti Vol.3


Divertimenti Vol.3
Joseph Haydn
    • Divertimento in G-dur (Cassatio) für 2 Violinen, 2 Bratschen und Basso (Violincello und Kontrabass) Hob. II:2
  1. I. Scherzo: Presto 1'23
  2. II. Allegro moderato 4'45
  3. III. Menuet 4'23
  4. IV. Adagio 2'12
  5. V. Menuet 3'55
  6. VI. Finale: Presto 2'02
    • Variationen in Es-dur (Fragment) für Flöte, 2 Englischhörner, Fagott, 2 Hörner, 2 Violinen und Basso continuo (Violincello, Kontrabass) Hob. II:24
  7. Variation 1 1'15
  8. Variation 2 1'49
  9. Variation 3 1'55
  10. Variation 4 1'10
  11. Variation 5 1'02
  12. "Thema" de capo 1'12
    • Divertimento in C-dur (Cassatio) für 2 Klarinetten, 2 Hörner, 2 Violinen, 2 Bratschen und Basso continuo (Violincello und Kontrabass) Hob. II:17
  13. I. Marche: Adagio 3'40
  14. II. Allegro 5'00
  15. III. Menuetto I 5'03
  16. IV. Recitativ und 1'44
  17. Andante 3'58
  18. V. Menuetto II 4'48
  19. VI. Allegro molto - 1'16
  20. Andante - Presto 2'47


  • Manfred Huss, Dirigent
  • Haydn Sinfonietta Wien

  • Koch Schwann
  • 3-1481-2
Haydn's Divertimenti stammen as einer Zeit, aus der wir fast kein historisch gesichertes Wissen über sein Leben besitzen. Bis etwas zu seinem 25. Lebensjahr (1757) musste sich Haydn mit musikalischen Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten, um sein Leben mehr schlecht als recht zu fristen.

Unter all den frühen Divertimenti ist jenes in G-dur, Hob.II:2 das einzige (erhaltene) Werk ohne Bläser. Nach moderner Terminologie ist das Divertimento Hob.II:2 ein "Streichquintett", ein fünfstimmiges Werk, wobei sich die Frage stellt, welches Instrument Haydn mit "Basso" meinte: nur Cello, nur Violine oder beide? In manche Hinsicht scheint dieses Divertimento ein Zwilling des Divertimento in G-dur Hob.II:9 zu sein, frappant ist die Ähnlichkeit der langsamen Sätze und ebenso die der jeweils weiten Menuette: in der Cassatio Hob.II:2 ist jedoch das Trio zu einer regelrechten "Gewittermusik" auskomponiert.

Ein ungewöhnliches Stück ist der im Autograph erhaltene Variationensatz in Es-dur, Hob.II:24, bestehend aus 5 Variationen, der Torso eines größeren Werkes, von dem bis heute jede Spur fehlt. Sogar das Thema fehlt; es war vermutlich in jenem Menuett enthalten, auf das sich Haydns Anweisung am Ende der letzten Variationen bezieht: "Menuett da capo".

Haydns Divertimento in C-dur, Hob.II:17 wurde 1761 komponiert und erhält seine besondere Bedeutung schon allein durch den Einsatz von Klarinetten, die Haydn hier erstmals in einem klassischen Werk verwendet, rund 25 Jahre bevor dieses Instrument durch Mozart zu einem wichtigen Klangfaktor der Wiener Klassik gemacht wurde. Dieses große, fast sinfonische Divertimento Hob.II:17 dürfte eine jener Kompositionen gewesen sein, die Haydn gleichsam als Beweis seines Könnens zu Beginn seiner Tätigkeit bei Fürst Paul Anton Esterházy schrieb.

Manfred Huss
aus dem CD-Booklet zitiert

Auszeichnungen



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